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Denken wie ein Oktopus, oder: Tentakuläres Begreifen

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(Post-)Humanismus: Das Genie der Tiere Das Hirn eines Oktopus besteht aus – je nach Spezies und Zählmethode – 50 bis 75 verschiedenen Bereichen, aber die meisten Neuronen des Tiers sind nicht im Gehirn angesiedelt, sondern sitzen in den Armen. Diese Körpereigenschaften wie auch die Fähigkeit zur Farb- und Formveränderung und nicht zuletzt der Ausstoß von Tinte setzen die Wunderwesen nicht nur zur Tarnung bei Gefahr oder Jagd ein, sondern auch zur Kommunikation. Lange Zeit grenzte sich der Mensch vom Tier ab, da angeblich nur Menschen denken und sprechen können. Doch im Zeitalter des Anthropozän steht das menschliche Überlegenheitsverständnis infrage. Kann man Tieren ein komplexes Denkvermögen absprechen, nur weil sie nicht unsere Sprache sprechen? Sind die Sprachen von Tieren wirklich so anders als unsere zahlreichen Menschensprachen? Was können wir von den Tieren lernen und sollte unsere Vorstellung von Demokratie auf nicht-menschliche Lebensformen ausgeweitet werden? Diesen Fragen geht das Ausstellungsprojekt Denken wie ein Oktopus, oder: Tentakuläres Begreifen nach. Die die Ausstellung erweiternde Publikation greift diese Überlegungen ebenso wie bereits viel früher entwickelte Theorien der Wissenschaftsphilosophin, Biologin und Literaturwissenschaftlerin Donna J. Haraway auf, um anhand vielfältiger künstlerischer Arbeiten das bisherige Tier-Mensch-Verhältnis zu hinterfragen. Mit künstlerischen Arbeiten von Monira Al Qadiri, Paulo Arraiano, Sarah Browne, Erik Bünger, Eli Cortiñas, Andreas Greiner, Klara Hobza, David Horvitz, Krõõt Juurak und Alex Bailey, Annika Kahrs und Gretta Louw. Neben wissenschaftlichen und literarischen Zitaten beinhaltet das Buch Essays von Eva Meijer, Julia Katharina Thiemann und Michelle Westerlaken. Mit einem Vorwort von René Zechlin. (Post-)Humanism: The Genius of Animals Depending on the particular species and on how you count, an octopus’ brain consists of between fifty and seventy-five different areas. But most of the animal’s neurons are located not in its brain but in its tentacles. These peculiarities as well as the abilities to change color and shape and to eject ink not only allow the miraculous creatures to camouflage themselves in order to evade predators or baffle their prey; they also use them to communicate. Humans have long drawn a sharp line between themselves and animals, arguing that we alone possess the gifts of thought and speech. In this age of the Anthropocene, however, our belief in our own superiority is increasingly in question. Can we be confident that animals are incapable of complex reasoning just because they do not speak our language? Are the languages of animals really so very different from our many human languages? What can we learn from animals, and should we expand our conception of democracy to include non-human life forms? These questions are explored in the exhibition project Thinking like an Octopus, or: Tentacular Grasp. Building on the exhibition, the publication revisits these considerations as well as the philosopher of science, biologist, and literary scholar Donna J. Haraway’s seminal earlier theoretical ventures, mustering a wide range of visual art to interrogate the established relationship between humans and animals. With works by Monira Al Qadiri, Paulo Arraiano, Sarah Browne, Erik Bünger, Eli Cortiñas, Andreas Greiner, Klara Hobza, David Horvitz, Krõõt Juurak and Alex Bailey, Annika Kahrs, and Gretta Louw. In addition to excerpts from scientific writings and literature, the book includes essays by Eva Meijer, Julia Katharina Thiemann, and Michelle Westerlaken. With a foreword by René Zechlin.

Anbieter: Thalia DE
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Stand:27.04.2024
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