Im Jahr 2025 begeht das Museum für Völkerkunde Dresden sein 150. Gründungsjahr - ein Anlass, um auf prägende Etappen der Institutionsgeschichte zurückzublicken. Das Jubiläum steht im Zeichen des Innehaltens, des Nachdenkens über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Institution, die etwa 90.000 Artefakte und Kunstwerke aus aller Welt bewahrt - zusammengetragen von Reisenden, Missionaren, Händlern, Kolonialbeamten und Wissenschaftlern. Über Generationen prägten Museumsmitarbeiter die Erforschung und Interpretation der Kulturzeugnisse, wobei sich die Perspektiven auf den Objektbestand und die Methoden zu seiner Bearbeitung im Laufe der Jahrzehnte ebenso gewandelt haben wie die Art seiner Präsentation und der damit verbundenen Bildungsanliegen. Aus dem Inhalt Sigrun Nützsche: Sammlung, ‘Hülfsmittel‘, oder Museum? Die Anfänge des Museums für Völkerkunde Dresden und eine kontroverse Landtagsdebatte | Philipp Stöver: Zwei Tellerkopfkeulen der Tupinamba. Die europäische Wahrnehmung indigener Objekte im 16. Jahrhundert | Petra Martin: Von der ‘Nephritfrage‘ bis zur ‘Bronzepaukenfrage‘. Diskursives Sammeln und die Suche nach Profil | Ariana Tikao: Tamatis Mere. Ariana Tikaos persönliche Erfahrungen | Silvia Dolz, Petra Martin: Zwischen Bildungsideal und Weltbild. Die Museumsarbeit unter Arnold Jacobi | Analyn Salvador-Amores: Tabakpfeifen der Igorot in Nordluzon | Gerold Dubau: Träume von Räumen. Das dezentrale Museum? | Jaime Xamen Wai Wai: Ein Urutu-Gefäß für Ciipo-Farbe. Körperbemalung als Ausdruck von Identität, Schutz und spirituellem Wissen | Silvia Dolz: ‘Was ist der Mensch wert?‘ Zwischen Aufbruch, Vision und Realität. Die Ethnographischen Sammlungen in Dresden nach 1945 | Osaisonor Godfrey Ekhator-Obogie: Bronzefigur eines portugiesischen Soldaten. Europäische Präsenz im Königreich Benin | Sabine Ulbrich: Die Macht der Bilder. Gebrauchsgrafik am Museum für Völkerkunde Dresden | Nata‘alui Duha: Adu Zatua - eine Ahnenstatue. Gestorben und dennoch am Leben | Karoline Noack: ‘Gefäß und Figur‘. Idee, Innovation und Mut einer Ausstellung | Lorenzo Risco: Die Gottheit Naymlap. Ein Bügelhenkelgefäß der Lambayeque-Kultur in Peru | Simone Jansen: 25 Jahre Dresdner Teppichabende. Gespräche über Teppiche und Textilien als Teil der Stadtkultur | Barbara Höffer: ‘When they go low, we go high‘. Silvina Der Meguerditchians künstlerische Erinnerungsarbeit | Vanessa Kaspar, Julia Ziegler: Verkopfte Sache! Einblick in die Restaurierungsgeschichte der Benin-Bronzen | Tania Korntheuer-Wardak: Wieder sichtbar! Das Pastell des ‘Nubiers Jacob‘ von Auguste von Odkolek-Budinszky | Tina Oppermann: Gesammelte Geschichte(n). Über die Forschung zur Herkunft der Objekte im Museum für Völkerkunde Dresden | Yu Filipiak: Bogenfutteral mit Köcher aus der Zeit des Boxeraufstandes | Stefanie Bach, Katharina Balzer, Margareta Bijvank, Barbara Höffer: Perspektiven einer partizipativen und empathischen Museumsarbeit. Das Museum für Völkerkunde Dresden im Prozess Die Hefte sind im Abonnement für 6,50 Euro erhältlich. Abonnement-Anmeldung unter Tel. (0351) 440780 bzw. E-Mail: verlag@sandstein-kultur.de
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