Bereits im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit waren sich die Geschichtsschreiber darüber im Klaren, dass sie in einem Spannungsfeld operierten: Auf der einen Seite fühlten sie sich verpflichtet, die Ereignisse so genau zu beschreiben, wie es ihnen aufgrund ihrer Kenntnisse möglich war - auf der anderen Seite hatten sie im politischen Raum zu wirken, um Identifikationsangebote zu entwickeln und Führungsansprüche zu legitimieren. Mythische Elemente fanden damit wie selbstverständlich Eingang in die Geschichtsschreibung. Die Darstellung von Ungeheuern und Fabelwesen, von vermeintlichen Vorfahren und von berühmten Ahnen aus grauer Vorzeit – möglichst aus der griechisch-römischen Antike – wurde zum Bestandteil der Historiographie. Im vorliegenden Band wird dieses Spannungsfeld aus verschiedenen Perspektiven und an mehreren Beispielen beleuchtet. Die Autorinnen und Autoren untersuchen, inwieweit sich die Geschichtsschreiber von Mythen abgrenzten, sie aufgriffen oder gegebenenfalls veränderten. Behandelt werden vorrangig Texte aus dem niederrheinischwestfälischen Raum, einbezogen wird dabei auch das heute zu den Niederlanden gehörende Geldern. Bei den Beispielen geht es um die familiären Ursprünge von Herrscherhäusern, um Klostergründungen, die Entstehung von Ländern und von Städten, in die mythische Elemente einbezogen wurden. Besonders gern wurde eine Verbindung zu historischen Figuren wie Karl dem Großen und dem Sachsenherzog Widukind konstruiert. Auch die Verbindung von Landschaft und Mythos wird behandelt. So enthält der Band eine lyrische Beschreibung der Ruhr aus dem 16. Jahrhundert, die hier erstmals in deutscher Übersetzung vorgelegt wird.
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