Warum Schweiß mehr kostet als WasserEin ausgewachsenes Pferd (ca. 500–600 kg) trinkt täglich 20–40 Liter Wasser – bei Hitze, intensiver Arbeit, Stress oder Fieber kann der Bedarf auf 40–60 Liter und mehr ansteigen. Pferde schwitzen über Drüsen am gesamten Körper und können bei starker Belastung bis zu 10–15 Liter Schweiß pro Stunde verlieren. Pferdeschweiß ist hypertonisch: Er enthält im Verhältnis zum Blut einen besonders hohen Anteil an Natrium, Kalium und Chlorid. Mit jedem Liter Schweiß gehen diese Mineralstoffe in relevanter Menge verloren – sie sind entscheidend für Muskelarbeit, Nervenleitung, Kreislaufstabilität und den gesamten Flüssigkeitshaushalt.Warum manche Pferde nach Elektrolytverlust weniger trinkenDer Durstmechanismus wird bei Pferden maßgeblich durch den Natriumgehalt im Blut gesteuert. Sinkt der Natriumspiegel gleichzeitig mit dem Wasserverlust – etwa nach starkem Schwitzen ohne Elektrolytausgleich –; kann der osmotische Reiz fehlen, der normalerweise Durst auslöst. Die Folge: Das Pferd trinkt weniger, obwohl Flüssigkeit fehlt, die Rehydrierung verzögert sich, und Kreislauf sowie Muskulatur regenerieren langsamer. Reines Wasser allein kann den Natriumspiegel im Blut sogar weiter verdünnen und den Durstreiz zusätzlich senken. Eine gezielte Kombination aus Wasser und Elektrolyten kann helfen, diesen Mechanismus zu durchbrechen.Wann STRÖH Elektrolyte flüssig besonders sinnvoll istNach intensivem Training – ob Reitplatz, Gelände oder Turnier – steigt der Elektrolytbedarf deutlich an. An heißen Sommertagen verliert Dein Pferd auch in Ruhe erhebliche Mengen über das Schwitzen. Bei Transporten erhöhen Stress und Temperaturwechsel den Bedarf zusätzlich. Auch bei Durchfall oder Fieber verliert der Körper schnell große Mengen an Flüssigkeit und Mineralien: Durchfall entzieht nicht nur Wasser, sondern auch Natrium, Kalium und Chlorid, was zu Kreislaufschwäche und Austrocknung führen kann. Fieber erhöht den Flüssigkeitsbedarf; da der Körper zur Temperaturregulation mehr Wasser verbraucht. Ältere Pferde, deren Regulationsmechanismen weniger effizient arbeiten, sowie Sportpferde mit regelmäßig hoher Belastung profitieren besonders von einer gezielten Elektrolytergänzung.
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