Mit über 350 Plakaten aus dem Goldenen Zeitalter des Erwachsenen-Films präsentiert sich dieses Buch als neue und erweiterte Ausgabe des Kult-Bestsellers von Nourmand und Marsh. Nach mehr als einem Jahrzehnt Vorarbeit kann es als "Gesamtausgabe" der nicht-jugendfreien Filmplakate der 1960er und 1970er Jahre angesehen werden. Sex sells! Seit der Erfindung des Kinos hat sich sexuelle Werbung als die beste Methode bewährt, einen Film bekannt zu machen. Mit „X“ bewertete Erwachsenen-Filme (das „X“ stand in den USA früher für nicht-jugendfreie Filme) hatten in den 1960er und 1970er Jahren mit Filmen wie Debbie Does Dallas und Deep Throat Hochkonjunktur. Das war auch die Zeit, als das „X“ erstmals Einzug in die Programm- und Arthouse-Kinos hielt. Junge, modische Menschen fühlten sich von diesen Filmen ebenso angezogen wie die offizielle Filmkritik. Die damalige „Porno-Schick-Bewegung“ verfügte plötzlich über eine Glaubwürdigkeit, die sie nie zuvor (und wahrscheinlich auch nie wieder danach) hatte. Die Namen der Stars des Genres - Marilyn Chambers, Linda Lovelace, John Holmes - waren damals fast jedermann bekannt. Als das Softcore-Meisterwerk Emmanuelle 1974 in die Kinos kam, erklärte sich sogar einer der angesehensten er der Branche, der legendäre Werbeguru Steve Frankfurt (er war das Vorbild für die Erfolgsserie „Mad Men“); bereit, an der Plakatkampagne mitzuarbeiten. Wesentlich häufiger kamen jedoch die Plakate als eher grobschlächtige Collagen mit dem überdimensionierten Stammpersonal der B-Movies darauf zustande. Da wimmelte es nur so von spärlich bekleideten Körpern, flankiert von schreienden Werbeslogans und provokanten Titeln, wie etwa im Falle nicht ganz so klassischer Filme wie The Love Robots, Kiss Me Mate, Hot Lunch, Maid in Schweden und Oh!. Auf herrliche Art und Weise altmodisch stellen diese Plakate bis heute eine Inspirationsquelle für Grafiker und andere Kreative dar. Um es mit Steve Frankfurt zu sagen: »X« war nie wieder so wie damals“.
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