Wien, Sommer, Salzburger Festspiele auf dem Rathausplatz: Dreitausend Zuschauer halten den Atem an, als Florian Ott – gefeierter Burgschauspieler, Jedermann seit drei Jahrzehnten – auf offener Bühne zusammenbricht. Herzversagen, sagt der Notarzt. Kriminalinspektorin Marta Szymańska sagt: noch nicht. „Jedermann stirbt zweimal" entführt den Leser in die glitzernde und zugleich gnadenlos ehrgeizige Welt des Wiener Theaterbetriebs. Freya Nygaard hat einen Krimi geschrieben, der mit atmosphärischer Dichte besticht: Das nächtliche Treiben hinter schwarzen Bühnenvorhängen, der Geruch nach Maschinenöl und Theaterschminke, das nervöse Schweigen eines Ensembles, das kollektiv nach einem Anwalt verlangt – all das wird mit scharfem Blick und feinem Gespür für Details zum Leben erweckt. Im Mittelpunkt steht Marta Szymańska; eine Ermittlerin, die wenig Geduld für Ausreden, aber ein untrügliches Gefühl für kleine Unterschiede hat. Für sie liegt der Teufel im Detail: nicht „Herzprobleme"; sondern „Dembski behauptet Herzprobleme". Mit kühlem Verstand und ruhiger Beharrlichkeit bahnt sie sich ihren Weg durch ein Geflecht aus Eitelkeiten, alten Rivalitäten und sorgfältig gehüteten Geheimnissen – denn hinter den Kulissen eines Theaterstücks über Tod und Vergänglichkeit lauert ein sehr reales Verbrechen. Nygaard gelingt das Kunststück, Spannung nicht durch Tempo, sondern durch Präzision zu erzeugen. Jede Figur – vom erschütterten Regisseur im zerknitterten Leinensakko bis zur stillen Bühnenassistentin auf der Metalltreppe – trägt mehr in sich, als sie preisgibt. Das Wien dieses Romans ist kein Postkartenmotiv, sondern ein lebendiger Schauplatz voller menschlicher Abgründe. Für alle, die Krimis mit Substanz lieben: ein Debüt, das man nicht aus der Hand legt.
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