Im Frutigtal des 19. Jahrhunderts ist die Arbeit knapp und das Leben billig. In den Tunkereien der Zündholzfabriken stehen Mädchen an langen Reihen und tauchen Holzstäbchen in eine gelbliche Masse, die ihnen den Lohn sichert – und langsam den Körper zerstört. Der Hunger lässt ihnen keine Wahl. Was sie in den Händen halten, ist Gift. Was sie dafür bekommen, ist gerade genug, um weiterzumachen. Ihre Finger beginnen im Dunkeln zu leuchten. Ihre Haut verändert sich. Der Schmerz kommt leise, und wenn er bleibt, ist es zu spät. Alle wissen es. Die Arbeiterinnen. Die Ärzte. Die Fabrikanten. Und doch bleibt alles, wie es ist. Elsbeth ist eine von ihnen. Sie kommt aus den Bergen ins Tal, weil es keinen anderen Weg mehr gibt. In der Fabrik trifft sie auf Hanna, die schon länger arbeitet – und längst verstanden hat, was diese Arbeit kostet. Als sich in den Hinterräumen der Fabrik eine Möglichkeit abzeichnet, das Gift zu ersetzen, entsteht zum ersten Mal etwas, das gefährlicher ist als jede Chemie: Hoffnung. Doch eine bessere Lösung allein verändert nichts. Sie ist teurer. Sie ist unbequemer. Und sie bedroht ein System, das von Abhängigkeit lebt – von Fabrikanten, die nicht verlieren wollen, von Behörden, die nicht eingreifen, und von Menschen, die sich den Preis des Fortschritts nicht leisten können. Während im Dorf die ersten Gesichter zerfallen und im Spital die Wahrheit längst bekannt ist, beginnt ein leiser Widerstand. Ein Inspektor, ein Arzt, eine Tochter aus gutem Haus und eine Arbeiterin stehen auf derselben Seite – ohne zu wissen, ob das genügt. Die Mädchen aus der Tunkerei ist ein Roman über Arbeit und ihren Preis, über ein Gift, das sichtbar wird, und über eine Gesellschaft, die hinsieht – und trotzdem nichts ändert. Und über die wenigen, die es dennoch versuchen.
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