Quantitative Lockerung als Instrument der Geldpolitik
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,0, Hochschule Aschaffenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Umgangssprachlich häufig als "Geld drucken" missverstanden, basiert der Gedanke der quantitativen Lockerung auf der Idee des "helicopter drop of money" des Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedman. Der Abwurf des Geldes aus einem Helikopter ist eine Metapher für eine Geldmengenausweitung durch das Federal Reserve System, um eine Deflation zu vermeiden. Im Gegensatz zur Inflation ist bei der Deflation zu wenig Geld in Umlauf. In der Folge sinken die Preise, was wiederum dazu führt, dass viele Unternehmen Pleite gehen, Arbeitslosigkeit und Monopolbildung sind die Konsequenzen. Monetarist Friedman geht im Gegensatz zu Keynes davon aus, dass eine Notenbank über die Geldmenge Inflation bzw. Deflation einer Volkswirtschaft beeinflussen kann.1 Lässt der Friedman‘sche Helikopter die Geldmenge ansteigen, steigt das Preisniveau und eine drohende Deflation kann abgewehrt werden. Weil er dieses suggestive Sprachbild des Ökonomen in einer Rede vor dem National Economist Club in Washington 2002 aufgriff, ist der derzeitige Vorsitzende des Federal Reserve Systems Ben Bernanke mittlerweile auch unter dem Spitznamen "helicopter Ben" bekannt. Eben jener Bernanke hat in seiner Amtszeit als Chef der US-Notenbank bereits mehrere Programme zum Ankauf von Staatsanleihen und anderer Wertpapiere aus Angst vor Deflation erlassen. Meine Arbeit wird im nächsten Abschnitt konventionelle geldpolitische Praktiken und über deren Grenzen die Möglichkeiten des Einsatzes unkonventioneller Methoden erläutern. Im anschließenden Kapitel werde ich mit Fokussierung auf die quantitative Lockerung die unkonventionelle Geldpolitik der Bank of Japan, des Federal Reserve Systems und der europäischen Zentralbank sowie deren Wirkungen beschreiben. [...]
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