Poppers Falsifikationstheorie. Analyse zur Wissenschaftstheorie des Kritischen Rationalismus
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik, Note: 2,7, AKAD-Privathochschule Frankfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Die ursprünglich von Karl R. Popper entwickelte Wissenschaftstheorie des Kritischen Rationalismus ist unter dem Begriff Falsifikationismus bekannt. Darin schlägt er mit dem Abgrenzungskriterium der Falsifizierbarkeit respektive der Methode der Falsifikation Lösungen zum Abgrenzungsproblem und des Induktionsproblem vor. Er möchte damit die Frage klären, wo die Grenzen der empirischen Forschung liegen und welche Methoden sie anwenden sollte. Für Karl Popper stellte sich die Frage nach der Rationalität in der wissenschaftlichen Methode, gemäß seiner eigenen Aussage, durch Einsteins Relativitätstheorie. Bis dahin überwog die Auffassung, dass eine Theorie wie diejenige Newtons unumstößliche Naturgesetze beschreibt, und kaum jemand zweifelte an der Wahrheit und der Endgültigkeit dieser Theorie. Sie war durch zahlreiche Beobachtungen bestätigt und hatte auch nichttriviale Prognosen ermöglicht. Einstein hatte jedoch nicht nur eine neuartige leistungsfähige Theorie entwickelt, sondern auch das traditionelle Wissenschaftsverständnis erheblich verunsichert. Besonders beeindruckt war Popper von Einsteins Vorschlägen, seine Theorie durch qualifizierte Experimente zu überprüfen, also Prognosen zu untersuchen durch Beobachtungen, die zu einer Widerlegung (Falsifikation) der Theorie führen könnten. Die sich ergebende Frage, ob die Wahrheit einer Theorie überhaupt sichergestellt werden kann, führte Popper zur Diskussion des Induktionsproblems. Das Induktionsproblem ist die Frage, ob und, wenn ja, in welchem Rahmen es möglich ist, von empirischen Beobachtungen ausgehend wissenserweiternde induktive Schlüsse auf allgemeine, insbesondere gesetzesartige Aussagen ziehen zu können. Im Zusammenhang mit Poppers Theorie wurde der Begriff des Fallibilismus geprägt. Der Fallibilismus ist eine erkenntnistheoretische Position, nach der es keine absolute Gewissheit geben kann und sich Irrtümer niemals ausschließen lassen. Eine Strategie der Begründung oder Rechtfertigung mit dem obersten Ziel, eine Letztbegründung zu geben, kann niemals zum Erfolg führen. Daher verbleibt nur, Überzeugungen, Meinungen oder Hypothesen immer wieder auf Irrtümer hin zu überprüfen und nach Möglichkeit durch bessere zu ersetzen.
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