Hermann Harry Schmitz war ein feinsinniger und ätzendscharfer Satiriker. Als Sohn eines Fabrikdirektors wuchs er in Düsseldorf auf. Sein zweiter selbstgewählter Vorname "Harry" drückte seine Verehrung für Heinrich Heine, privat Harry, aus. Auf Druck seines Vaters begann er eine kaufmännische Laufbahn. Etwa zeitgleich 1906 begann er auch zu publizieren. Sein literarisches Debüt hatte er mit der Satire "Die Bahnhofsmission" in der Münchner Zeitschrift "Simplicissimus". 1907 lernten ihn die Literaten Herbert Eulenberg und Hanns Heinz Ewers kennen und ermutigten ihn zu weiteren schriftstellerischen Arbeiten. Ab diesem Zeitpunkt schrieb er fast ausschließlich für die Tageszeitung "Düsseldorfer General-Anzeiger". Nebenher verfasste Schmitz skurrile, zeitkritische Einakter für den Akademischen Verein "Laetitia", eine Verbindung aus Studierenden und Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie. Dennoch, schreiben löste in ihm Panik aus, "aber Erzählen, den freien Fluss der Einfälle und Gedanken heraussprudeln zu lassen und zu immer groteskeren und schaurigeren Pointen zu steigern, das brachte er zur Perfektion. Wenig bekannt ist darüber, in welchem Maß seine Texte autobiografisch eingefärbt sind. Sicher ist jedoch, dass er sich das Gros seiner Figuren und der geschilderten Situationen nicht einfach ausgedacht hat, denn hinter dem Skurrilen und Grotesken verbirgt sich der alltägliche Wahnsinn des verstörten Kleinbürgertums im Zeitalter der galoppierenden Industrialisierung. Nicht nur die feine Gesellschaft seiner Heimatstadt, sondern auch andere Erscheinungen der beginnenden Moderne entfachten sein Interesse - beispielsweise die Kultur der frühen Pauschalreisen, die Auswüchse aktueller Modetrends, aber auch den Umgang mit neuer Technik nahm er geradewegs surrealistisch aufs Korn. Kaum ein anderer deutscher Schriftsteller verstand es dieses Milieu und seine Eigenheiten so genau zu sezieren wie Hermann Harry Schmitz.
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