Wenn vom Blues die Rede ist, entsteht oft ein sehr bestimmtes Bild: ein Mann mit Gitarre, irgendwo zwischen Landstraße und Großstadt, allein mit seiner Musik. Dieses Bild hat sich tief eingeprägt in Büchern, Filmen und im allgemeinen Verständnis von Musikgeschichte. Doch es erzählt nur einen Teil der Geschichte. Tatsächlich waren Frauen von Anfang an entscheidend daran beteiligt, wie der Blues klang, worum es in ihm ging und wie er sich verbreitete. Schon in den 1920er Jahren standen Künstlerinnen wie Ma Rainey, Bessie Smith und Mamie Smith auf großen Bühnen und vor Aufnahmegeräten. Sie waren keine Randfiguren, sondern Stars ihrer Zeit. Ihre Stimmen waren kraftvoll, ihre Texte direkt, oft überraschend offen. Sie sangen über Liebe, Verlust, Gewalt, Lust, Unabhängigkeit und über das ganz alltägliche Leben. Damit erreichten sie ein großes Publikum und machten den Blues überhaupt erst zu einer Musik, die über lokale Szenen hinaus bekannt wurde. Trotzdem tauchen viele dieser Frauen heute nur am Rande auf, wenn die Geschichte des Blues erzählt wird. Häufig stehen andere Figuren im Mittelpunkt, während die Leistungen der Sängerinnen und Musikerinnen weniger Beachtung finden. Das liegt nicht daran, dass sie weniger wichtig gewesen wären, sondern eher daran, wie Musikgeschichte über lange Zeit geschrieben wurde und welche Bilder sich dabei durchgesetzt haben. Dieses Buch möchte einen anderen Blick anbieten. Es geht nicht nur darum, Frauen auch noch zu erwähnen, sondern darum, den Blues aus ihrer Perspektive zu betrachten. Im Zentrum stehen daher die Künstlerinnen selbst: ihre Wege in die Musik, ihre Stimmen, ihr Stil und vor allem ihre Songs. Die einzelnen Kapitel nähern sich den Musikerinnen auf mehreren Ebenen. Zunächst geht es um ihre Lebensgeschichten, soweit sie sich rekonstruieren lassen. Diese Biografien helfen zu verstehen, unter welchen Bedingungen die Musik entstanden ist. Darüber hinaus wird ihre Musik genauer betrachtet: Wie klingt ihre Stimme? Wie sind ihre Songs aufgebaut? Welche Themen greifen sie auf? Und was unterscheidet sie von anderen Bluesmusikerinnen und -musikern ihrer Zeit? Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf konkreten Liedern. Denn gerade in ihnen zeigt sich, was den Blues als Ausdrucksform so besonders macht. Viele dieser Songs sind persönlich, manchmal roh, oft sehr direkt. Sie erzählen von Erfahrungen, die in anderen Kontexten kaum ausgesprochen wurden.
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