Hermann Adolph Lüntzel (1799-1850) zieht in seinem Tagebuch etwas melancholisch Bilanz: "Menschen sehe ich weniger als je. Hagemann lebt nur der Untersuchung gegen Hübotter und Schiller, die ihm so viele Ehre macht und der verhöhnten Justiz zum alten Ansehen verhilft, v. Rössing ist Bräutigam und auf meinem Saale kein Ofen, so dass ich auch nicht einmal die lang unterbrochenen Gelage erneuern kann. Dennoch schreitet das Jahr mit rasender Eile seinem Ende zu." Der Jurist und Regionalhistoriker, der zu den Gründervätern des Museums zählen und Hildesheim im Parlament der Frankfurter Paulskirche vertreten wird, schreibt diese Zeilen Ende 1832 und spielt auf den spektakulären Fall des gleichaltrigen Senators Ludwig Hübotter an. Den hatte die Königliche Justiz-Kanzlei kurz zuvor verhaften lassen, dem gefallenen Spitzenbeamten wurden Urkundenfälschung und Betrug vorgeworfen. Stephan A. Lütgert hat Hübotters abenteuerliche Karriere rekonstruiert, die Spur des entflohenen Zuchthäuslers bis in die USA verfolgt, wo er es später zum internationalen Erdölfachmann gebracht hat. Wir eröffnen mit diesem Beitrag sowie den Abbildungen auf Einband und in der Titelei den Reigen der Titelthemen des Hildesheimer Kalenders 2026 und laden Sie auf eine kleine Zeitreise in das Hildesheim vor zwei Jahrhunderten ein. Doch geht der Trip noch weiter, so untersucht Gabriele Vogt das Ausmaß der Hexenverfolgung in der Stadt, während Bettina Schmitz die altägyptische Kultkammer des Uhemka auf ihrem Weg vom Nil an die Innerste begleitet. Ingrid Pflaumann erinnert an die Ziegelei auf dem Steinberg, Jannis Dill untersucht die Baugeschichte des Andreanums am Hagentorwall und Gudrun Pischke schildert den Verlauf des Dreißigjährigen Krieges in Südniedersachsen. Aus dem Kapitel "Geschichte" möchte ich Ihnen die von Manfred Klaube angestellte Untersuchung über das Wahlverhalten der Bevölkerung im Ambergau besonders ans Herz legen, aus dem Bereich "Kultur und Literatur" die Arbeiten von Benno Haunhorst über Robert Antelme und Alfred Becker und im Abschnitt "Portrait" die von Hartmut Häger verfasste Familiengeschichte Lieblich. Den Themenkomplex Flucht und Vertreibung greifen Karl-Heinz Heineke und Andreas Vogel in ihren Beiträgen unter der Rubrik "Erinnerungen und Berichte" auf. Besonders freuen wir uns, dass Maren Burgdorf und Bernd Galland die Nachfolge von Ewald Bürig auf dem Feld der Naturkunde angetreten haben. So kann dieser traditionelle Schwerpunkt im Themenkanon unseres Jahrbuches für Geschichte und Kultur auch in Zukunft fortgeführt werden! Wir wünschen Ihnen viel Spaß und reichlich Erkenntnisgewinn bei der Lektüre des Jahrganges 2026!
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