Der vorliegende Band setzt sich mit einer neuen Gattung der zeitgenössischen Intermediakunst – der Klangkunst – auseinander. Das Phänomen Klangkunst, unter dem die Gesamtheit aller Arbeiten, die sich intermediär und interdisziplinär mit Musik, Bildender Kunst, Architektur, Theater und Tanz auseinandersetzen, verstanden wird, wird hier erstmals vor allem aus kunsthistorischer Perspektive untersucht, obwohl auch die musikalischen Voraussetzungen nicht außer Acht gelassen werden. Das Buch ist der Künstlerin Christina Kubisch (geb. 1948) gewidmet, die zu den prominentesten Erscheinungen dieser Gattung gehört. Anhand ihres künstlerischen Werdegangs können die Stationen der visuellen Musik von 1970 bis heute nachvollzogen werden. Dies erfolgt exemplarisch an ausgewählten Werkbeispielen. Methodischer Ansatz ist die darstellende Beschreibung und musik- sowie kunsthistorische Reflexion zentraler Werke der Künstlerin. Ihre Karriere begann in den 1970er Jahren mit Kompositionen, die bereits den Wunsch nach Materialerweiterung erkennen lassen. Sie werden in einen Überblick über die Entwicklung der Neuen Musik, die unter dem Aspekt der Aneignung von bildnerisch-künstlerischen Elementen und Grenzerweiterungstendenzen in der Musik nach 1945 betrachtet werden, eingebettet. Es folgt die Darstellung der Performancebewegung, die sowohl musikalische als auch theatralische und bildnerische Einflüsse erhielt und eine wichtige Station von Christina Kubisch hin zu den ersten Klanginstallationen darstellt. Die Nachzeichnung der künstlerischen Entwicklung von Christina Kubisch ermöglicht zudem eine weit gespannte musik- und kunsthistorische Reflexion über die Probleme von Material, Raum, Bewegung und Licht zu geben und historische Grundlagen und Voraussetzungen dessen, was in der Bezeichnung „Klangkunst“ zu fassen ist, darzulegen. In der Musik reicht dieser Rückblick bis zu Schönberg, Webern und die Zwölftonmusik, in der Bildenden Kunst bis zu materialästhetischen Aspekten bei William Turner und Vincent van Gogh zurück. Die Frage nach materialästhetischen kunsthistorischen Voraussetzungen der Gattung Klangkunst, durch die es erst möglich wurde, Klang als plastisches Material zu verwenden, bildet den theoretischen Hintergrund des Buches und gewährt einen Einblick in eine intermediale Praxis der historischen Avantgarden. Das Buch bietet eine umfassende und einmalige Perspektive auf das Werk der Künstlerin Christina Kubisch, neue Erkenntnisse zur Genese sowie zu materialästhetischen Aspekten von Klangkunst. Das Ergebnis ist ein neuer innovativer Einblick in die Geschichte der Intermedia-Kunst. Claudia Tittel (Dr. phil.) unterrichtet „Theorie und Geschichte der experimentellen Klanggestaltung“ im Masterstudiengang Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Intermediakunst sowie Kunst und Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts.
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