Jürgen Habermas hat die Bundesrepublik geprägt wie kein anderer Denker der Nachkriegszeit. Er stritt mit Heidegger, als er vierundzwanzig war. Er lernte von Adorno und überlebte den Machtkampf mit Horkheimer. Er prägte den Historikerstreit, versöhnte sich mit Derrida und schrieb mit über neunzig Jahren ein Buch über die Zerstörung der Öffentlichkeit durch Social Media. Als er am 14. März 2026 starb, endete eine Epoche. Aber was bleibt von einem Mann, dessen Bücher tausende Seiten füllen und dessen Sätze manchmal kein Ende nahmen? Dieses Buch gibt die Antwort - verständlich, lebendig und aktuell. Florian Weisner erzählt die Geschichte eines Jungen aus Gummersbach, der mit einer Gaumenspalte geboren wurde und der sein ganzes Leben der Frage widmete: Unter welchen Bedingungen können Menschen einander verstehen? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, die diese Bedingungen zerstört? Was bleibt von Habermas? erklärt seine großen Ideen in einer Sprache, die kein Philosophiestudium voraussetzt: ¿ Öffentlichkeit - Warum Demokratie einen Raum braucht, in dem Bürger miteinander reden. Und warum Algorithmen diesen Raum zerstören. ¿ Kommunikatives Handeln - Warum die Vernunft in der Sprache steckt. Und was passiert, wenn Geld und Macht das Gespräch ersetzen. ¿ Diskursethik - Warum Kant allein in Königsberg saß und Habermas darauf bestand, dass Moral im Gespräch entsteht. ¿ Verfassungspatriotismus - Warum Habermas den Nationalismus ablehnte und die Prinzipien einer Verfassung an seine Stelle setzte. Das Buch zeichnet Habermas‘ Lebensweg nach - vom Deutschen Jungvolk zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels -, beschreibt seine wichtigsten Debatten und fragt, was sein Denken einer Welt zu sagen hat, in der Populismus, Desinformation und Künstliche Intelligenz die Grundlagen der Demokratie bedrohen. Mit kommentierter Leseliste, Zeittafel und Glossar der 15 wichtigsten Begriffe. Für alle, die den Namen kennen, aber das Werk noch entdecken wollen. Für alle, die es versucht und nach dreißig Seiten aufgegeben haben. Und für alle, die wissen wollen, ob ein Denker des 20. Jahrhunderts dem 21. noch etwas zu sagen hat. "Die Aufklärung ist ein unvollendetes Projekt." - Jürgen Habermas
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