Sie sagen: ‘Dort, wo unsere Heimat ist, haben wir kein Zuhause. Und da, wo wir unser Zuhause haben, ist nicht unsere Heimat.‘ Sie sprechen deutsch, fühlen deutsch, lesen deutsche Zeitungen. Sie wissen besser über das Theaterprogramm in Deutschland Bescheid als so mancher Deutscher. Sie kennen die aktuellen Austellungen und wissen, was, wann, wo, welcher Politiker gesagt hat. Aber sie sind Amerikaner, amerikanische ‘Citizens‘ – und das seit Jahrzehnten. Genauer gesagt, seit der Zeit, als sie aus Deutschland vertrieben wurden. Es ist die Rede von deutsch- jüdischen Emigranten in New York. Jene Emigranten der ersten Generation, die heute noch in der Viel-Völker-Stadt leben. Heute sind sie alt, manche sehr alt, aber immer noch aktiv, berufstätig, bis in die hochen Achtziger hinein. Da gibt es den Chefredakteur einer kleinen Zeitung, der immer noch Leitartikel schreibt, da gibt es die Dame im Österreichischen Konsulat, die dort immer noch ihr eigenes Büro hat und ehemals die erste weibliche Strafverteidigerin Wiens war. Da gibt es den Geiger auf der Upper Westside am Broadway, der sich noch immer etwas zu seinem Lebensunterhalt dazuverdient, indem er auf der Straße spielt. Es gibt den ehemaligen Chefkoch des Waldorf-Astoria, der Liz Taylors ausgefallenen Appetit zufriedenstellte. Es gibt die Schauspielerin, den Handwerker, die Fotografin, den Juwelier, den Lebensmittelhändler, den Komponisten. Sie alle blicken zurück auf die Stationen ihres Lebens, die oft genug mühsam, gefährlich, abenteuerlich waren. Ein Leben, in dem man alles verloren hatte und gerade noch mit dem Leben davon gekommen ist. Ein Leben, in dem man alles wiederaufgebaut hat, woanders, in einer neuen Heimat. Die neue Heimat hat ihnen den Anfang nicht leicht gemacht. Amerika war ahnungslos damals oder einfach ‘nicht interessiert‘. Das Land beschäftigte sich mit sich selbst, mit der eigenen wirtschaftlichen Depression und wünschte sich die ‘Happy Days‘ von ehedem zurück. Doch eins war klar: Deutschland war der Feind. In Deutschland waren sie als Juden ‘unerwünscht‘, in Amerika waren sie als Deutsche ‘nicht willkommen‘. Aber irgendwie haben sie ihr Glück gemacht, ‘ihr Leben gemacht‘, wie sie sagen: They made their lives. Ihr Leben und New York hat sie jung erhalten – und wenn sie heute ‘Heimat‘ sagen, dann meinen sie das Deutschland vor Hitler, denn das Deutschland nach Hitler hat sie nie wieder zurückgebeten – häufig zu ihrem Bedauern.
Die bei uns gelisteten Preise basieren auf Angaben der gelisteten Händler zum Zeitpunkt unserer Datenabfrage. Diese erfolgt einmal täglich. Von diesem Zeitpunkt bis jetzt können sich die Preise bei den einzelnen Händlern jedoch geändert haben. Bitte prüfen sie auf der Zielseite die endgültigen Preise.
Die Sortierung auf unserer Seite erfolgt nach dem besten Preis oder nach bester Relevanz für Suchbegriffe (je nach Auswahl).
Für manche Artikel bekommen wir beim Kauf über die verlinkte Seite eine Provision gezahlt. Ob es eine Provision gibt und wie hoch diese ausfällt, hat keinen Einfluß auf die Suchergebnisse oder deren Sortierung.
Unser Preisvergleich listet nicht alle Onlineshops. Möglicherweise gibt es auf anderen bei uns nicht gelisteten Shops günstigere Preise oder eine andere Auswahl an Angeboten.
Versandkosten sind in den angezeigten Preisen und der Sortierung nicht inkludiert.
* - Angaben ohne Gewähr. Preise und Versandkosten können sich zwischenzeitlich geändert haben. Bitte prüfen sie vor dem Kauf auf der jeweiligen Seite, ob die Preise sowie Versandkosten noch aktuell sind.