Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie - Bau- und Kunstdenkmalpflege: Der Iwein-Zyklus im Schmalkaldener "Hessenhof"
Der repräsentative romanische Steinbau des "Hessenhofs" am Neumarkt in Schmalkalden im Thüringer Wald, dessen heutiges Erscheinungsbild stark von jüngeren Umbauten geprägt ist, und der berühmte Iwein-Zyklus in seinem Erdgeschoss entstand nach vorherrschendem Urteil der bau- und kunstgeschichtlichen Forschung in den ersten Jahrzehnten bzw. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie werden damit jener kurzen Zeitspanne zugewiesen, für die - bei einer ansonsten extrem lückenhaften Quellenlage - dank zweier sicher dokumentierter Ereignisse der Jahre 1227 und 1246 die Zugehörigkeit Schmalkaldens zum Herrschaftsbereich der ludowingischen Landgrafen von Thüringen eindeutig bezeugt ist. Bis zum Vorliegen neuer bauarchäologischer und kunsthistorischer Befunde und bis zu der dringend erforderlichen intensiven Sichtung des überaus lückenhaften spätmittelalterlichen Quellenmaterials sind sämtliche Aussagen über die Erbauer, Besitzer und Bewohner des "Hessenhofs" und damit auch über die Auftraggeber des Iwein-Zyklus weitgehend hypothetisch. Ob die Malereien bereits der Erbauungsphase des Hofes und damit möglicherweise landgräflicher Initiative zuzuweisen sind oder ob die Ausmalung erst durch einen der ersten Nutzer des Gebäudes anzusetzen ist, muss ebenso offen bleiben wie das Motiv für die Auswahl des literarischen Stoffes und die Funktion, die den mit dem Zyklus ausgestatteten Räumlichkeiten ursprünglich zugedacht war. Die vorliegende Publikation kompiliert das in verschiedenen Fachdisziplinen aktuell vorhandene Wissen über die geschichtlichen Rahmenbedingungen und den künstlerischen Kontext der im nordalpinen Raum einzigartigen Wandmalereien mit ihren Inhalten aus Hartmann von Aues "Iwein"-Roman. Während Matthias Werner, Tom Graber und Mathias Kälble die historischen Hintergründe beleuchten und dazu eine Urkunde von 1250 edieren, befasst sich Dorothea Klein aus literaturhistorischer Sicht mit dem Roman und der Szenenauswahl für die Schmalkaldener Darstellung. Harald Wolter-von dem Knesebeck vergleicht die Schmalkaldener Iwein-Wandmalerei mit der etwa gleichzeitig entstandenen Iwein-Wandmalerei auf Burg Rodenegg in Südtirol und ordnet sie in den kunsthistorischen Kontext ein.
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